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Wir sind das Netzwerk "Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Oberen Altstadt" von Minden. Auf dieser Internetseite berichten wir über unsere Ziele und Aktivitäten und geben Veranstaltungstipps.


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„Steht auf für Gerechtigkeit“

Weltladen sammelt Unterschriften für Frauen/ Hausangestellte in Malaysia

„Steht auf für Gerechtigkeit“ unter diesem Motto finden zur  Zeit weltweit viele Aktionen im Rahmen des diesjährigen Weltgebetstages statt, auch der Weltladen in Minden beteiligt sich daran.

Mit einer Unterschriftensammlung für die Hausangestellten in Malaysia will die Frauenorganisation Tenaganita  internationalen Druck auf die malaysische Regierung ausüben und sie so zur Umsetzung der Konvention 189 der Internationalen Arbeitsorganisation bewegen.

Bis Ende März besteht die Möglichkeit, die Petition im Weltladen zu unterschreiben

Öffnungszeiten: 10.00-13.30   15.00-18.00   Sa. 9.30-13.30   Minden, Brüderstr.3

Ergänzt wird das Angebot mit Büchern und neuen fair gehandelten Lebensmitteln und Kunsthandwerksprodukten zur Unterstützung von Kleinbauern in  Malaysia.

Zu den ersten Unterzeichnerinnen gehörten Frau Astrid Bartols Vorsitzende des deutschen Gewerkschaftsbundes Region OWL und die Leiterin der Frauenhilfen im Kirchenkreis Minden Frau Papassimos.

Zum Hintergrund:
Im südostasiatischen Malaysia arbeiten nach Angaben des malaysischen Gewerkschaftsbundes über 300.000 Hausangestellte. Die meisten stammen aus ärmeren Ländern der Region. Viele der Frauen und Mädchen kommen auch  aus Indonesien oder von den Philippinen nach Malaysia. Weil Malaysia – im Vergleich zu ihren Heimatländern – wirtschaftlich erfolgreich ist, können sie dort leichter Arbeit finden. Der Aufenthalt der Hausangestellten in Malaysia wird meist von einer Agentur und dem Arbeitgeber oder der Arbeitgeberin organisiert. Oft haben die Hausangestellten selbst dabei kein Mitspracherecht. In den meisten Fällen behält der Arbeitgeber auch noch den Pass der Hausangestellten ein. Häufig werden die Frauen damit zusätzlich unter Druck gesetzt. Das bedeutet konkret: Wenn es einen Konflikt gibt, kann der Arbeitgeber die Verlängerung des Visums als Druckmittel benutzen. Viele sind darüber hinaus bei den Agenturen verschuldet, weil sie horrende Vermittlungsgebühren „abarbeiten“ müssen. Weil die Arbeit von Hausangestellten in Malaysia, wie in den meisten Ländern, offiziell nicht als Arbeit anerkannt wird, können die Hausangestellten sich auch arbeitsrechtlich nicht zur Wehr setzen. Vor sexuellem Missbrauch und Ausbeutung können sie sich deshalb häufig nicht schützen.

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Aktualisiert ( Dienstag, den 28. Februar 2012 um 15:54 Uhr )
 

Beginn: Mär 26, 2010
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